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[MEINUNG] Aschenglitzer – Kein Herzenswunsch ohne Feerich

Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Oder an Wunschfeen, die Herzenswünsche erfüllen?
Prinzessin Alessandra glaubt in erster Linie daran, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte. Sie möchte nicht von einer Fee abhängig sein oder auf den edlen Prinzen in glänzender Rüstung warten, der sie und ihren Vater rettet. Stattdessen ist sie bereit, jedes Risiko einzugehen, um den König vor dem Tod zu bewahren. Dass sie dabei nicht nur einen Drachen, sondern auch noch den Stallburschen Nathaniel und dessen Wunschfeerich an ihrer Seite hat, könnte ihre Aufgabe leichter gestalten. Könnte … denn Nathaniel und sie verbindet eine ganz besondere Magie, die sie erst noch akzeptieren müssen. Und selbst dann ist es nicht sicher, ob sich ihre Geschichte wirklich zum Guten wenden kann.

Also wenn das Cover kein Hingucker ist, dann weiß ich auch nicht! Es springt einen förmlich an und zieht alle Blicke auf sich. Und wenn man genauer hinschaut erkannt man bereits am Cover, dass es sich hierbei um eine ziemlich interessante Geschichte handeln könnte, ich meine: Feerich? Und dazu eine Fee in der oberen Ecke, die nicht besonders weiblich aussieht?
Natürlich habe ich da keinen besonders großen Wert drauf gelegt, als ich in die Geschichte gestartet bin. Ich habe mich darüber gefreut in eine weiter Märchenadaption eintauchen zu können und war gespannt darauf, was B. E. Pfeiffer aus der Geschichte von Aschenputtel machen würde.

Unsere Protagonistin Alessandra ist ein Wildfang. Sie mag es nicht in enge Kleider geschnürt zu werden. Oder sich an die genauen Vorgaben einer Prinzessin zu halten, die alle von ihr erwarten. Und genau deshalb mochte ich sie sofort. Lieber verbringt sie ihre Zeit draußen im Freien und freundet sich mit Wesen an, die alle anderen für gefährlich halten. Ja, Alessandra schaffte es bereits im ersten Kapitel mich für sich zu gewinnen. Und ich hatte noch fast das ganze Buch vor mir, in dem sie dies immer wieder schaffte.
Auch Nathaniel hat es alles andere als leicht, wenn auch auf eine deutlich andere Art und Weise als Alessandra. Eine böse Stiefmutter und zwei nervige Stiefschwester. Und wer darf die ganze Arbeit erledigen? Er natürlich! Kommt einem bekannt vor, oder? Nathaniel weiß nicht wie er an seiner Situation etwas ändern soll, aber er gehört zu den wenigen Menschen, die einen Herzenswunsch erfüllt bekommt. Und wer könnte ihm den besser erfüllen als ein Feerich in der Ausbildung?

Und spätestens als der Feerich seinen großen Auftritt hat, erkennt man, dass es sich zwar immer noch um das Märchen von Aschenputtel handelt, nur eben in vertauschten Rollen. Als ich das erkannt habe, war ich hin und weg. Ich war noch relativ weit am Anfang, aber schon jetzt absolut begeistert von der Geschichte, denn so etwas ist mir bisher noch in keinem andren Buch begegnet!

Die Handlung orientiert sich zwar an dem originalen Märchen. Es gibt Bälle und die gute Fee. Den Glockenschlag um Mitternacht. Aber B. E. Pfeiffer bringt auch sehr viele eigene Elemente mit in die Geschichte, wodurch sie sich von dem Original unterschiedet und das Lesen spannend bleibt. Besonders das Ende hat mich noch einmal überraschen können! Mit dieser Entwicklung der Geschichte hatte ich wahrlich nicht gerechnet und ich habe mitgefiebert, ob am Ende doch noch alles gut wird.

Mit „Aschenglitzer“ hat B. E. Pfeiffer eine mehr als gelungene Märchenadaption geschaffen, die den Leser mit einer vollkommene neuen Version des altbekannten Märchens verzaubert. Wer mal wieder Lust auf ein Märchen hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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