Lovestory,  Rezension

[Meinung] Cowboyküsse (Kiss of your Dreams)

Nach drei Jahren kehrt die 17-jährige Faye für einen Sommer in die flirrende Wüste Arizonas zurück. Hier, inmitten von Kakteen, herrscht seit Generationen eine erbitterte Feindschaft zwischen ihrer Familie, den reichen Hillingsleys, und der mittellosen Farmer-Familie Crocker. Nie hätte Faye damit gerechnet, selbst in diese Fehde hineingezogen zu werden… bis sie dem charmanten Chase begegnet. Zwischen ihr und dem gut aussehenden Cowboy funkt es sofort. Doch Chase ist ausgerechnet ein Crocker!

Eine moderne Version von Romeo und Julia. Zumindest was die Grundidee angeht. Das Ende der Geschichte war also bereits von Anfang an abzusehen, aber das heißt ja nicht, das der Weg dorthin nicht spannend sein kann.

Der Einstieg in die Geschichte verlief aber erst einmal recht gemäßigt, was aber nicht schlecht war. Ich bin gut in die Geschichte gestartet und habe ein Gefühl für das Setting und unsere Protagonistin Faye und ihre Freundin Belinda bekommen. Ob mir ein Charakter sympathisch ist zeigt sich bei mir oftmals bereits bei ihrem ersten Auftritt. Leider habe ich hier schnell gemerkt, dass es mit Faye und und vor allem ihrer Freundin schwierig werden könnte. Beide sind wohlhabend und das merkt man ihnen auch an. Oberflächlich und verwöhnt war mein erster Eindruck. Aber ein großer Teil der Geschichte lag noch vor mir und ich hatte die leise Hoffnung, dass sich dieses Bild noch ändern würde. Und zumindest bei Faye wurden meinen Hoffnungen teilweise erfüllt.

Sofort sympathisch waren mir hingegen Chase und sein Bruder Dodge. Vielleicht weil sie im Vergleich zu den Hillingsleys nicht reich sind und damit ganz normale und bodenständige Menschen. Zu ihnen hatte ich sofort einen besseren Bezug, auch wenn sie ebenfalls nicht frei von Fehlern und falschen Entscheidungen sind. Im Laufe der Geschichte lernt man alle besser kennen und versteht vor allem bei Faye und Chase was für Menschen sie sind.

Abgesehen von der Familienfehde zwischen den Hillingsleys und Crockers, die es Faye unglaublich schwer macht Chase besser kennen zu lernen, geht es in dieser Geschichte für Faye vor allem darum zurück zu ihren Wurzeln zu finden und zu erkennen, was für ein Mensch sie sein möchte.

Mit der Zeit habe ich Faye zwar besser verstanden, aber eine gewisse Distanz zu ihrer Figur ist bis zum Ende der Geschichte geblieben, was ich sehr schade finde. Teilweise lag das mit Sicherheit auch an dem Schreibstil der Geschichte, mit dem ich nicht wirklich warm geworden bin und wodurch mir das Einfühlungsvermögen für die Geschichte gefehlt hat.

Alles in allem finde ich die Grundidee der Geschichte gut, die Umsetzung konnte mich aber leider nicht vollkommen überzeugen.

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