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[Meinung] Litersum – Musenkuss

Autorin: Lisa RosenbeckerVerlag: Drachenmond Verlag
Reihe: jaBand: 1 (in sich abgeschlossen)
ISBN: 978-3959913331Preis: 5,99€ [eBook]; 14,90€ [Taschenbuch]

Malou Winters hat sich damit abgefunden, dass ihr Anti-Musen-Kuss die Ideen angehender Autoren auslöscht und sie diese Gabe zum Wohle des Litersums einsetzen muss.
Als der junge Detective Chris Lansbury von Scotland Yard sie jedoch verdächtigt, zwei Autoren ermordet zu haben, will sie das nicht auf sich sitzen lassen. Zusammen begeben sie sich über zwei Universen hinweg auf die Suche nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf allerhand Lügen und Widerstände. Malous Verständnis vom Litersum wird auf den Kopf gestellt und bald weiß sie nicht mehr, wem oder was sie glauben soll.
Und dann ist da noch dieses verwirrende Herzklopfen, sobald sie sich in der Nähe des attraktiven, aber grimmigen Lansbury aufhält.
Ob auch das mit einem Kuss ausgelöscht werden kann?

Unglaublich was ein Cover alles bewirken kann! Das Buch ist bereits einmal unter einem anderen Titel und Verlag erschienen. Auch mit einem anderen Cover, das zwar auch schön war, mich aber nicht ganz so sehr angesprochen hat, wie dieses hier. Mit dem neuen Cover konnte es meine Aufmerksamkeit sofort auf sich ziehen und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Was hat es mit dieser Bibliothek auf sich, die auf dem Cover gezeigt wurde?

Wie ich schnell erfahren habe, spielt sie eine zentrale Rolle und verbindet die echten Welt mit den Welten der Buchcharaktere. Denn in der Welt, die Lisa Rosenbecker in „Litersum“ geschaffen hat, existieren die Welten aller Bücher wirklich. Man könnte Harry Potter besuchen oder in die Tintenwelt eintauchen. Allein die Idee fand ich großartig. Genauso gut können Buchcharaktere in unsere Welt kommen und sich mit Menschen einlassen. Und genau dort beginnt Malous Geschichte: Ihre Mutter ist ein Mensch, ihr Vater ein Buchcharakter.
Davon gibt es so einige, aber das ihr Dasein als Anti-Muse sie mal zur Zielscheibe eine Komplotts und Verdächtige in einem Mordfall machen könnte, hätte sie nie gedacht.

Die Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen! Die Morde, die Ermittlungen, das Rätseln… es ist einfach so spannend! Zusammen mit Malou, ihre Familie und ihren Freunden versucht man dahinterzukommen, wer der wahre Mörder ist. Gekonnt wird für Verwirrung und falsche Fährten gesorgt, sodass man genau wie die Charaktere bis zum Ende des Buches warten muss, um zu erfahren, wer der Strippenzieher hinter alldem ist.
Ich hatte erst die Befürchtung, dass die Seitenanzahl nicht ausreichen könnte um den Fall zu lösen und die Handlung zu gedrungen wirke könnte, aber meine Sorgen waren in der Hinsicht unbegründet! Das Ende kam mir dennoch zu schnell, gerne hätte ich noch mehr Zeit mit Malou und Co. verbracht 😀

Neben dem Fall kam gleichzeitig das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Malou mochte ich einfach und als nach und nach weitere Charaktere eingeführt wurden, schloss ich auch die ins Herz. Und obwohl ich sonst nicht der größte Katzenfan bin, mochte ich auch Sheldon total, mit ihm wurde es nie langweilig, so anspruchsvoll wie er zuweilen ist.
Besonders gerne habe ich natürlich die Entwicklungen zwischen Malou und Lansbury beobachtet. Und man merkt schnell, dass er gar nicht unausstehlich ist, wie er am Anfang tut.
Mit der Anzahl der Charaktere habe ich mich sehr wohlgefühlt. Es waren nicht zu wenige, aber auch nicht zu viel, sodass ich mit den Namen nicht durcheinanderkam. Außerdem entstand somit eine tolle Dynamik.

Gut zurecht kam ich auch mit dem Schreibstil von Lisa Rosenbecker. Ich empfand ihn als sehr angenehm und er hat zur Stimmung und Flair der Geschichte gepasst.

Insgesamt kann man also sagen, dass mit das Lesen von „Litersum – Musenkuss“ sehr viel Spaß gemacht hat. Spannung, Liebe, Humor und Tragödie. Von allem war etwas dabei!

5 Sterne!

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