Alltags-Allrounder,  Lovestory,  Rezension

[MEINUNG] Millionaire’s Rock – Sein geheimes Leben

Scott Kerrington hat mächtigen Ärger am Hals. Der Deal, mit dem er seinen Konzern retten will, steht vorm Platzen und der Aufsichtsrat droht mit Konsequenzen. Um Druck abzulassen nimmt Scott sich gern eine Frau mit ins Schlafzimmer oder eine Gitarre zur Hand – nach fünf Whiskys ausnahmsweise auf der Bühne einer Bar.
Journalistin Allyson hasst drei Dinge: Lakritzbonbons, die Firma des arroganten Scott Kerrington und neuerdings die Boston New Gazette, denn dort hat man ihr gekündigt. Ihre einzige Chance wäre, eine Knallerstory aufzutreiben. Doch wo findet man die? Der Auftritt einer Rockband in Jimmy’s Musicbar lässt sie eine äußerst heiße Fährte aufnehmen …

Bücher lesen sollte Spaß machen. Und genau das ist der Grund, weshalb ich zu solchen Büchern greife. Nicht, weil ich eine besonders spannende Story erwarte oder die tiefgründigste Handlung. Einfach um Spaß zu haben beim Lesen. Und genau das waren meine Erwartungen, als ich „Millionaire‘s Rock“ zur Hand genommen habe. Und doch hat mich dieses Geschichte überrascht.

Die Handlung an sich ist ziemlich einfach. Reicher Firmenboss wird durch Zufall Teilzeit-Rockstar. Klingt nach eine guten Story? Genau das denkt sich auch Allyson, als sie hinter sein Geheimnis kommt und versucht mittels verdeckter Ermittlungen Recherche für ihren Zeitungsartikel zu sammeln. Und dass sie ihm dabei näher kommt als eine professionelle Journalistin sollt, macht ja erst den Reiz des ganzen aus, oder?
Obwohl Allyson bei einer Zeitung arbeitet ist sie nicht skrupellos. Sie steht für guten, fein recherchierte Artikel. Ist sie bereit ihre Prinzipien einfach so wegzuwerfen? Schon bald steck sie in einem Zwiespalt mit sich selbst. Ihre Gedanken zu verfolgen und für welchen Weg sie sich letztendlich entscheidet, war spannender, als ich zuerst annahm.
Genauso spannend fand ich Scotts Charakter, hinter dessen professioneller Fassade ein gebrochener Mann steckt, den Nacht für Nacht Alpträume plagen und der einen Weg zu finden versucht zwischen seinem Job und seiner Leidenschaft zur Musik. Am Tag ein Geschäftsmann, in der Nacht ein Rockstar. Dass das auf die Dauer gesehen nicht gut gehen kann, war abzusehen.

Die Handlung an sich bietet grob betrachtet keine großen Überraschungen. Trotzdem hat es Spaß gemacht Allyson und Scott zu beobachten. Und genau das war es ja, was ich mir ursprünglich von der Geschichte erhofft hatte. Gleichzeitig bringt die Geschichte einen aber auch ein wenig zum nachdenken, was Ehrlichkeit und seine persönlichen Prinzipien angeht.

Da die Geschichte aus der Sicht beider Charaktere erzählt wird, erhält man einen guten Einblick in die Gedankenwelt von Scott und Allyson und kann ihre Handlungen nachvollziehen. Ob ich persönlich sie deswegen teilweise gutheiße, steht auf meinem ganz anderen Blatt. Aber das ist ja bei jeder Geschichte der Fall.

Insgesamt betrachtet hat das Buch meine Erwartungen erfüllt. Ich hatte Spaß beim Lesen und für Zwischendurch ist es meiner Meinung nach wirklich geeignet!

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