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[MEINUNG] Stunde der Drachen – Zwischen den Welten (Band 1)

Lee hat mit dem Sprung von der Brücke dem sicheren Tod entgegengeblickt und findet sich stattdessen scheinbar im mittelalterlichen Schottland wieder. Halb erfroren, wird die verwirrte Frau zur Burg des Clanherrn gebracht. Als sie Royce McCallahan gegenübertritt, spürt sie, dass hier Mächte am Werk sind, die mit Logik und Vernunft nicht erklärt werden können.
Für Lee beginnt ein unglaubliches Abenteuer, bei dem sie lernt, dass Zeitreisen, Schwertkämpfe und Clanfehden ihre Bedeutung verlieren, wenn es um die eine große Liebe geht.
Doch was hat es mit den Legenden um den Drachen auf sich, der das Wappen des McCallahan-Clans ziert? Und wieso ist sie in dieser Welt gelandet, in der immer mehr rätselhafte Prophezeiungen über ihr Schicksal ans Licht kommen?

Warum nur fühlt sich dann alles so seltsam vertraut an?

Als ihr Retter sie zur Burg seines Herrn bringt und sie Royce McCallahan gegenübertritt, spürt sie eines in aller Deutlichkeit: Ihr Leben wird vom heutigen Tag an nie wieder so sein, wie es war.

Lees Geschichte beginnt alles andere als positiv. Eigentlich wollte sie ihrem Leben ein Ende setzten. In ihrer alten Welt hält sie nichts mehr. Dort ist niemand, der ihr etwas bedeutet. Oder dem sie etwas bedeutet. Frei von allen Bindungen stützt sie sich in die Fluten eines Flusses. Ihr altes Leben endet. Doch was noch auf sie zukommt… Damit hätte sie in ihren wildesten Träumen nicht gerechnet.

Lees erste Tat hat mich bereits beeindruckt. Es war nicht schön zu lesen, wie sehr ihr Leben sie belastet, doch diesen Schritt zu tun erforderte unglaubliche Kraft von ihr. Und von dieser Kraft, die in Lee schlummert, und von der sie selbst nicht zu wissen scheint, dass sie sie besitzt, sieht der Leser im Verlauf der Geschichte eine ganze Menge.
Lee hat das, was für mich einen guten Buchcharakter ausmacht. Am Anfang lernt man sie als unsichere, zurückhaltende junge Frau kennen. Doch bereits am Ende dieses ersten Bandes (einer Trilogie) ist sie nicht mehr mit dieser jungen Frau zu vergleichen. Lee macht eine großartige Entwicklung durch – Rückschläge natürlich inbegriffen. Seiten ihrer Art kommen zum Vorschein, die Anfangs noch versteckt schienen. Daran sind der Verlauf der Geschichte und die auftretenden Figuren natürlich nicht unschuldig.

In der neuen Welt angekommen, die durch das mittelalterlisches Treiben bestach, traf sie zuerst auf Wulf, groß, stark – ein richtiger Highlander eben, der jedoch ein gutes Herz besitzt. Aber auch der gute Royce ließ nicht lange auf sich warten.
Royce ist… beeindruckend, interessant, aber auch ruppig. In ihm hat sich Lee keinen einfachen Mann ausgesucht. Auch er besitzt, neben seinen Stärken, Schwächen, die ihn menschlich und verletztlich machen. Und einige davon sitzen sehr tief. Seine Vorgeschichte würde aber auch nur das kälteste Herz kalt lassen.

Dadurch, dass die Geschichte aus den Perspektiven beider (Lees und Royce) erzählt wird, bekommt man einen guten Eindruck von ihrer Person, ihren Gefühlen und ihren Gedanken. Es fiel mir leicht mich in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.
Man konnte ebenso sehr schön beobachten, wie Lee und Royce sich gegenseitig beeinflussen und in ihrer Entwicklung voranschreiten. Dabei erlebt man mit ihnen sowohl sehr schön, als auch sehr bewegende Abschnitte ihrer Geschichte.

Aber auch an Nebencharakteren und Antagonisten mangelt es nicht. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Ich kann nur sagen, dass ich sehr gespannt bin welche Rolle sie im weiteren Verlauf der Geschichte einnehmen.
Die Geschichte an sich war für mich spannend zu verfolgen. Man lernt gemeinsam mit Lee eine vollkommen neue Welt einer vergangenen Zeit kennen. Da muss man erst einmal lernen sich zurecht zu finden. Dabei findet man sowohl Freund, als auch Feind. Und Lees Talent sich in Schwierigkeiten zu bringen lässt Spannung und Höhepunkte definitiv nicht zu kurz kommen.
Einige Szenen haben mich in ihrer Intensität vollkommen von sich überzeugen können – besonders eine gab es, in der ich wirklich, wirklich nicht mit Lee hätte tauschen wollen!
Das Ende ist auf jeden Fall nichts für Menschen, die keine Cliffhanger mögen. Eine böse Überraschung wartet auf den Leser, die Lust auf Band 2 macht.

Neben einer spannenden Geschichte und eingängigen Chrakteren konnte mich aber auch der Schreibstil und der Ort des Geschehens von sich übereugen. Die Highlands sind ein imposanter Schauplatz, von dem ich noch sehr viel mehr sehen und kennenlernen möchte.

Der Schreibstil an sich ist sehr angenehm in seiner Beschreibung und der Darstelung. Es ist ein guter Ausgleich zwischen Gefühl, der Darstellung von Fakten und Beschreibung.

Der Auftakt von „Stunde der Drachen“ konnte mich definitiv überzeugen und hat mich neugierig auf mehr gemacht. Ich bin sehr gespannt auf Band 2!

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